Fazit
18.12. 2008Das war sie also, die Hinrunde. Typisch Energie – wilde Schwankungen zwischen Verzweiflung, sich ankündigenden Herzattacken und wunderbaren Momenten. Hier mein kurzes Fazit:
Mein Spieler der Halbserie ist Cagdas Atan. Erst seit dem Sommer dabei wirkt er stets, als sei er schon immer im tiefsten Herzen ein Rotweißer. Exemplarisch dafür sein Jubel nach dem Tor von Branco Jelic gegen den KSC: Er wirkte, als ob er gerade selbst den Sieg in der Champios League klar gemacht hätte, was offenbar sogar die Regie der Fernsehübertragung so sehr verwirrte, dass sie ihn statt des eigentlichen Torschützen mit den Kameras verfolgte.
Das schönste Tor war unzweifelhaft ebenso der Treffer von Jelic gegen den KSC: Missglückter Torschuss von Timo Rost landet bei ihm, Annahme mit der Brust, Fallrückzieher über die dichte KSC-Abwehr unter die Latte. Bisher das beste, was ich live im Stadion gesehen habe.
Insgesamt läuft eigentlich vieles so, wie man es ein bisschen erwarten konnte. Sicher sind waren die Erwartungen nach der Rückrunde der Vorsaison groß, aber es wäre ja nicht Energie, wenn irgendetwas tatsächlich so kommt, wie man es erwartet.
Was kommt? Präsident Ulrich Lepsch sagte in diesen Tagen gegenüber der ‘Lausitzer Rundschau‘: “Wir sind sehr erfahren im Abstiegskampf. Das stimmt mich insgesamt sehr zuversichtlich. Wir werden es schaffen.” Dem ist nichts hinzuzufügen. Jetzt ist es erst einmal an der Zeit, dass die Berliner Jungz Weihnachten feiern.
Eiskalt fremdgegangen
4.12. 2008Gestern gab es einmal so ziemlich das Gegenteil zum typischen Stadionbesuch. Statt auf Rasen standen die Spieler auf Eis, statt auf einem Stehplatz nahm ich im VIP-Restaurant der O2 World platz. Die Eisbären Berlin trafen in der Champions Hockey League auf Metallurg Magnitogorsk, ein Spiel bei dem es um nichts mehr ging, weil Metallurg ohnehin Gruppenerster wird und damit als einziger weiterkommt. Aber immerhin gewannen die Hausherren mit 2:1.
Der Abend war eine interessante Erfahrung. Es gefiel, obwohl ich Hallensportarten als Zuschauer nur wenig abgewinnen kann. Die Beschallung blieb allerdings auch weit unter Basketball-Niveau. Man muss aber schon sehr konzentriert sein, wenn man jederzeit wissen will, wo dieser kleine Puck momentan ist. Hinzu kommt, dass man ob der vielen fliegenden Wechsel irgendwie nie weiß, wer da gerade auf dem Platz steht. Da es immer wild und schnell durcheinandergeht, ist es auch kaum möglich, einzelne Spieler halbwegs anhand ihrer Position auf dem Feld zu bestimmen. Fazit: Ich bleibe lieber beim Fußball, werde aber sicher auch hin und wieder einen Abstecher ans Eis machen.
Was wäre wenn?
3.12. 2008Kein Verein, der zwischen Erster und Zweiter Liga pendelt, hat so wenig Hilfe von außen. Die naturgegebenen Rahmenbedingen befähigen den FC Energie lange nicht für die höchste Spielklasse. … Man braucht Hoffenheim den Erfolg nicht zu neiden, man muss auch Cottbus nicht mögen. Aber was würde der FC Energie mit der Liga anstellen, hätten er die Gegebenheiten Hoffenheims.
Das fragt sich nicht nur der Berliner ‘Tagesspiegel‘.


