Der DFB hat wegen der obligatorischen Uffta nach dem Spiel gegen Hansa Rostock ein Ermittlungsverfahren gegen unseren Torhüter Gerry Tremmel eingeleitet. Wie bei jeder Uffta jedes Vereins kamen Sprüche gegen die Lieblingsrivalen. “Scheiß Hansa Rostock. Scheiß Dynamo Dresden. Scheiß Hertha BSC.”, rief denn auch Gerry in der adrenalingeladenen Siegesfeier. Der DFB-Kontrollausschuss ermittelt nun wegen des Vorwurfs eines unsportlichen Verhaltens. Es droht eine Geldstrafe.
Vielleicht ist Gerry für einen Profi etwas über das Ziel hinausgeschossen. Er hat sich inzwischen entschuldigt: “Mir liegt es fern, andere Vereine und Mannschaften zu diffamieren.” Herta BSC nahm die Entschuldigung bereits an. Jetzt sollte es heißen: “Schwamm drüber!” Es ging ihm und es geht allgemein nicht darum, rivalisierende Fang-Lager anzustacheln. Frotzeleien, auch etwas derberer Natur, sind relativ normal. Und mehr ist es meiner Ansicht nach nicht.
Das hat, um den Einwand gleich zurückzuweisen, nichts damit zu tun, dass es sich gerade um den FC Energie-Torwart handelt. Auch aus Rostock bekamen wir bei deren Aufstiegsfeier unser Fett weg. Das kostet doch nur ein Lächeln und ein Schulterzucken. Man sollte trotzdem einfach anschließend gemeinsam an die Theke gehen können, und ganz ehrlich: Mit den meisten wirklichen Fans kann man das bei noch so viel Rivalität ja auch tun! Ich freu mich aufs nächste “Derby” zumindest mehr als auf Spiele gegen Vereine, deren Städte ich nur mit Mühe auf der Karte finde.
Über den Fanclub Berliner Jungz wird derzeit ein Film gedreht. Dieser erscheint voraussichtlich ungefähr pünktlich zum fünfjährigen Jubiläum. Das ganze ist ein Projekt von unserem angehenden Sportjournalisten Daniel (Foto). Seit Seid gespannt!
Da war sie wieder…die gute alte Energie-Atmosphäre: Spiel mit einem Mann weniger gedreht! Da stand vor allem in der zweiten Halbzeit ein Team auf dem Platz, dass sich nicht hat erschüttern lassen und bis zur letzten Sekunde alles abrief, was nur ging. Auf dieses Spiel kann man nur stolz sein.
Man muss allerdings auch eingestehen, dass gegen einen waschechten Abstiegskandidaten gespielt wurde. Solche Defizite in einem so wichtigen Spiel zu zeigen berechtigt nicht zum Klassenerhalt.
…nur eine kurze Anmerkung, weil so viele kamen und meinten: “Wie könnt ihr da nur so hoch verlieren?” Ganz einfach: Hallenfußball auf Großfeld – da kann man ja nur durcheinander kommen!
Ich darf vorstellen: Unsere neue Fahne. Das Logo kommt von Gonzo, gemalt hat Köpi mit Frau, gewedelt wurde von Robby, der – sei es nicht Ehre genug – über Armschmerzen jammerte.
Der FC Energie fuhr erneut wichtige Punkte ein. Ervin Skela traf zum viertem Mal in Folge und entschied damit das dritte Spiel siegreich. Es gab dabei vor allem wieder die guten alten Energie-Tugenden zu bewundern: Irgendwie ein Tor machen und dann hinten die Stellung halten – mit Kampf, Elan und Leidenschaft.
In der Tabelle der letzten fünf Spieltage steht der FC Energie damit auf dem ersten Platz. Wir sind sozusagen März-April-Meister! Erstmals in der Bundesliga-Geschichte gab es drei Siege am Stück – das kann doch eigentlich gar nicht mehr schief gehen!
Die Premiere-Reporter sind unterhaltungstechnisch maximal zweite Wahl. Das bewies die heutige Übertragung des Spielabbruches in Nürnberg. Wie man so eine Situation meistert, haben Günter Jauch und Marcel Reif vor zehn Jahren vorgemacht und wurden in ihrer Klasse nie wieder erreicht:
19 Punkte holte die U23 des FC Energie bisher in der Rückrunde der Regionalliga Nord. 3:2 wurde Zweitliga-Absteiger Eintracht Braunschweig heute im heimischen Stadion der Freundschaft geschlagen. Nach einer maximal mäßigen Hinrunde beider Teams kann man nun sagen: Der FCE ist wieder da!
Das war doch mal was: Der erste Auswärtssieg in dieser Saison! Ervin Skela trifft…mit der mittlerweile etwas verlängerten Stirn. Letztlich war beim MSV Duisburg nicht zu erkennen, dass man dieses Spiel um jeden Preis gewinnen will. Sorry, so wird das nichts.
Der FC Energie ist damit an Hansa Rostock vorbeigezogen. Noch sechs Punkte weiter vorn steht Hertha BSC. Neben deutlich verbesserten Chancen für den Klassenerhalt besteht somit durchaus noch die Möglichkeit, die Saison als bester Verein östlich der Elbe zu beenden (…man darf ja träumen).