Mit dem gestrigen Derby gegen Hertha BSC feierte Stehtribuene.de den ersten Geburtstag. Mit Heldenhaft, einem Verweis auf eine Hommage an den FC Energie im Spiegel, begann Abenteuer eines Blogs rund um mein Leben mit dem FC Energie, dem Fanclub Berliner Jungz und dem Fußball im Allgemeinen. Fast 150 Beiträge kamen inzwischen hinzu. Zum Jubiläum wünsche ich mir eigentlich nur, dass die Kommentar-Funktion häufiger genutzt wird. Mehr Feedback bringt euch wegen höherer Motivation zukünftig sicher noch mehr Beiträge. Nach dem gestrigen großen Fest wird das Ergebnis heute noch in einem deutlich kleineren Rahmen gefeiert. Bleibt mir gewogen, liebe Leser.
Sechs Siege in zehn Begegnungen mit Hertha BSC. Die positivste Bilanz des FC Energie gegen eine Mannschaft in der Bundesliga. Ein Sieg, der den FC Energie wieder auf einen Nichtabstiegsplatz brachte. Ansonsten ein ganz normales Derby: Die halbe Stadt abgesperrt, der Staatsapparat probte das Verhalten im Bürgerkrieg, gegenseitige Schmährufe aus den Fanblocks und hitzige Stimmung im gut gefüllten Stadion (zweitgrößte Kulisse der Saison nach dem Spiel gegen den FC Bayern).
Einigen Unmut zog Schiedsrichter Markus Merk wegen einiger fragwürdiger Entscheidungen, wie ein nicht gegebenes, reguläres Tor für den FC Energie, auf sich. Für die schlechte ‘Kicker’-Note von 4,5 kann er sich aber bei seinem Linienrichter vor der Osttribüne (Christian Schräer oder Matthias Anklam, danke Stephan) bedanken, der von einiger Blindheit geschlagen war. Konnte man die Abseits-Entscheidung noch mit der tief stehenden Sonne erklären, war das bei mehreren Bällen im Seitenaus und dem ausbleibenden Fahnewedeln nicht mehr möglich.
Achtung für sein Spiel verdient vor allem Evin Skela. Nicht nur wegen der beiden Tore, insbesondere des wundervollen Freistoßes zum 1:1-Ausgleich. Er glänzte zudem durch ein recht unauffälliges aber nicht minder wichtiges Laufpensum, tauchte unvermittelt bei den meisten wichtigen Spielsituationen auf, bot sich an und versuchte mit aufwändigen Sprints den Spielaufbau der Hertha früh zu unterbinden. Schön außerdem, dass Vragel “Papa” da Silva wieder dabei ist. “Immer wieder da Silva, er sorgt auf rechts für mächtig Betrieb. Ihm ist es hinten offenbar zu langweilig”, urteilte der Schreiber des Live-Tickers, beim ersten Einsatz unseres Brasilianers nach seiner Sperre.
Unvergessene Spiele, Stars und Legenden, große Momente – vor rund 100 Jahren, am 5. April 1908, begann die Länderspielgeschichte der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Basel. Fast 100 Jahre danach spielen – wiederum in Basel – am 26. März die Schweizer und die Deutschen gegeneinander. Es wird das 800. Länderspiel in der Geschichte des Deutschen Fußball-Bundes und das 50. Länderspiel zwischen einer deutschen und schweizer Nationalmannschaft sein.
Passend zu diesem Ereignis die Veröffentlichung der Medienfabrik Gütersloh: Das offizielle Buch des Deutschen Fußball-Bundes “Unsere Jungs: 100 Jahre deutsche Länderspiele – Tore, Titel, Triumphe” präsentiert nicht nur die schönsten Momente der Länderspiel-Geschichte, sondern auch unvergessene Spiele sowie die Trainer- und Spielerpersönlichkeiten. Sportjournalisten wie Karl-Heinz Heimann, Rudi Michel, Ludger Schulze, Wolfgang Tobien oder Roland Zorn porträtieren die Persönlichkeiten der deutschen Länderspielgeschichte von Fritz Walter bis hin zu Michael Ballack und berichten aus ihrer persönlichen Perspektive über unvergessene Spiele, von der “Gala von Breslau” aus dem Jahr 1938 bis zum WM-Halbfinale 2006 zwischen Deutschland und Italien.
Auch die Geschichte des ehemaligen Deutschen Fußball-Verbandes der DDR, der vor allem durch seine Erfolge bei den Olympischen Spielen für Aufsehen sorgte, wird beleuchtet. Die Trainerlegende Georg Buschner wird ebenso vorgestellt wie die Spielergrößen Joachim Streich und Hans-Jürgen Dörner.
Seit über einer Woche wird man von allen Seiten beglückwünscht. Der FC Energie hat gegen Bayern München gewonnen. Hat er, mehr aber auch nicht. Es gab drei wichtige Punkte für den Klassenerhalt. Drei. Nicht mehr und schon gar nicht den Klassenerhalt selbst. Der FC Energie hat an dem Tag endlich mal wieder so gespielt, wie es die Spieler eigentlich hergeben, das ist nichts besonderes, oder sollte es zumindest nicht sein. So wurde gegen eine Mannschaft gewonnen, die nicht einmal annähernd ihr Potenzial abrief. Dann passiert sowas. Wie auch gegen Schalke und Hannover…da hat aber niemand so richtig gratuliert.
Man kann davon ausgehen, dass sowas den Bayern auch nicht noch einmal in dieser Form passiert, zumindest nicht in dieser Saison. Und sie werden mit ziemlicher Sicherheit Meister. Darin bin ich mir nicht so sicher, weil sie technisch starke Spieler haben, sondern weil sie die notwendige Abgebrühtheit mitbringen. Die fehlt bei anderen Kandidaten wie Werder Bremen.
Ich habe auch nichts dagegen, wenn diese Bayern Meister werden. Im Gegenteil. Ich gönne es solchen Spielern wie Ribery, Toni usw. einfach. Ich finde es schön, ihr Spiel zu sehen und bin nicht neidisch. Ich gönne es auch Uli H., der für mich so etwas wie das soziale Gewissen der Bayern verkörpert – mit all seinen Ecken und Kanten.
Und ich freue mich auf zwei weitere Spiele gegen diese Mannschaft in der kommenden Saison. Mit dem FC Energie in der ersten Bundesliga. Das wir drin bleiben ist auch eine der Gewissheiten, mit denen ich manchmal auch allein war. Aber ich habe sie behalten. Außerdem will ich ja nächstes Jahr ein Spiel gegen Hoffenheim sehen, aber das wird eine andere Geschichte.
Die Deutsche Fußball Liga (DFL) baut ein immenses Archiv mit Bildern aus der Fußball-Bundesliga auf. Dafür werden derzeit 24.000 Stunden Programm aus über 40 Jahren Bundesliga digitalisiert. Dies berichtet der internationale Branchendienst ‘Kontakter’ in seiner am Dienstag kommender Woche erscheinenden Ausgabe. “Bis Ende des Jahres soll die Media-Library, so gut es geht, komplett sein”, sagte der DFL-Marketinggeschäftsführer Tom Bender gegenüber dem Kontakter. Die komplexe Rechtslage ist laut DFL bereits mit den Urhebern ARD und ZDF geklärt. Der erste Teil des Materials soll bereits ab der kommenden Bundesliga-Saison zur Verfügung stehen. Allerdings ist noch fraglich, welche Partner zu welchen Preisen künftig auf die Inhalte zurückgreifen können, so der Kontakter.
Er war der Meinung, man müsse mit der untergehenden Sonne ins Bett gehen. Ich habe ihm gezeigt, dass man auch bis zum Sonnenaufgang an der Theke stehen kann.
Waldemar Hartmann über sein Verhältnis zu Harald Schmidt. Waldi wurde heute 60. Herzlichen Glückwunsch an einen, der noch einen wirklichen Typen im Fußball- und Sport-Journalismus verkörpert. Drei Weizen bitte…
Nachdem es zu Hause deftige Einschränkungen für Choreos gibt (keine brennbaren Materialien auf die Stahltribüne) kann man Auswärts etwas tun. So auch gestern in Wolfsburg.
Das war eigentlich auch schon der spannendste Teil des Tages. Allerdings muss man leider einem Teil der Fanszene den Fußball-Sachverstand absprechen. “Wir woll’n euch kämpfen seh’n”, klang es aus dem Gästeblock. Den Willen kann man den Spielern aber gar nicht absprechen. Es mangelt vielmehr an der Umsetzung. Flanken kommen entweder nicht an, oder sind so lange in der Luft, dass die Gegner noch einmal in Ruhe ihre Abwehrstellung durchsprechen können. Man spielt wieder Billard vor dem gegnerischen Strafraum, bis der Ball verloren geht, usw. usf.
Es zeigt sich eindeutig, dass es eine Fehleinschätzung ist, den Klassenerhalt bei Cottbuser Kaderverhältnissen mit Schönspielen schaffen zu wollen. Ohne Unfairness predigen zu wollen – es fehlen offensichtlich Spieler wie Mariusz Kukielka und Vragel da Silva, die Schöngeister in der gegnerischen Offensive mal weggrätschen, der Abwehr so Respekt verschaffen und dem Team so den Rücken freihalten. Die Feuerwehr öffnet Türen zu brennenden Wohnungen auch nicht mit einem filigranen Dietrich-Set (um mal den Kreis zur Choreo-Problematik zu schließen).
Spieler des Tages war für mich Dusan Vasiljevic. Obwohl erst eingewechselt, sorgte er eindeutig für Impulse nach vorn und brachte einige Unruhe in die sonst sichere Wolfsburger Abwehr.
In der Fußball-Bundesliga soll nach Informationen des ‘Focus’ (kommende Ausgabe) künftig auch am zweiten Weihnachtstag gespielt werden. Wie das Nachrichtenmagazin berichtet, gibt es Pläne, die Winterpause ab der Saison 2009/2010 fast komplett abzuschaffen. Die Pläne sind Teil einer Neuordnung der Bundesliga-Spieltage, um zusätzliche Fernsehgelder zu erwirtschaften.
Ein HSV-Fan bekam in Wolfsburg drei Jahre bundesweites Stadionverbot und eine Anzeige wegen Sachbeschädigung, weil er im Gästeblock vier Aufkleber angebracht hatte. ’11Freunde’ hat den Delinquenten interviewt.
Der heilige Rasen des ersten Aufstiegs in die Bundesliga gehört der Geschichte an. Das Stadion der Freundschaft erhielt in dieser Woche eine neue Wiese.