24.12. 2007
Der Fanclub Berliner Jungz hat das Jahr mit einer tollen Weihnachtsfeier abgeschlossen. Für uns war es ein schönes Jahr mit einer gewachsenen Gemeinschaft, einer berauschenden Rückrunde 06/07 und einem Happy End der Hinrunde 07/08. Auf der Feier wurde Hallenfußball gespielt, der Bockwurst mit Kartoffelsalat gefrönt und vor allem wichtige Weichen für das neue Jahr gestellt. Von uns wird noch viel mehr zu hören und zu sehen sein, lasst euch überraschen!

In diesem Jahr entwickelte sich auch dieses Weblog. Stehtribuene.de wünscht damit zum ersten Mal allen Lesern schöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr, dass uns einen weiteren Klassenerhalt bringen wird – dessen bin ich überzeugt. Stay tuned!
Die Mannschaft des FC Energie ist zurück aus China. Dort wurde eine Woche lang für die Bundesliga geworben, der Markt soll zukünftig eine Menge Geld in die Kassen der DFL spülen. Dem kann man mit geteilter Meinung gegenüberstehen. Fakt ist aber wohl, dass die Aufgabe sehr gut erledigt wurde. Entgegen der Meinung von Andreas Lesch können nämlich nicht nur Hertha oder einer der großen Clubs die Liga gut vertreten.
Statt gelangweilter Superstars gab es in China eine engagierte Mannschaft, die sich in zwei Testspielen stark einsetzte und keine Berührungsängste hatte. “Die Begeisterung der Kinder aber auch der Erwachsenen hier ist unglaublich”, so Tomislav Piplica, der eine Stunde lang von einer Menschenmenge umringt war und Autogramme gab.
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19.12. 2007
Sergiu Radu, Klassenerhaltsstürmer und Vize-Spieler-des-Jahres-2007, ist wieder ein wenig in den Schoß der Familie zurückgekehrt. Nach einem halben Jahr beim grün-mausgrauen VfL Wolfsburg trägt er ab sofort wieder Rot-Weiß. In der Rückrunde tritt er für unsere Freunde vom VfB Stuttgart an und wird damit ein weiteres Spiel im Stadion der Freundschaft absolvieren. So wird das Wiedersehen umso schöner.
18.12. 2007
Ohnehin drängt in die Stadien immer mehr fachfremdes Publikum – jetzt, da man in den neuen schicken Arenen bequem sitzen kann, nicht schon eine halbe Stunde vor dem Anpfiff auf seinem Platz sein und überdies fürchten muss, nass zu werden. Das echte Fußballpublikum ist vom Eventpublikum übrigens ganz leicht zu unterscheiden. Das Eventpublikum hält David Odonkor immer noch für einen guten Fußballer.
Stefan Hermanns bringt im Tagesspiegel einen erschreckend objektiven Blick auf die Entwicklung der Fankultur.
Der MSV Duisburg will Ailton loswerden. Los, jetzt zuschlagen, lieber Vorstand des FC Energie. Keine Ahnung, ob er die Mannschaft weiterbringt. Aber hey, tut uns den Gefallen.
Das Oberverwaltungsgericht hat mit aufgrund mündlicher Verhandlung vom 30.11.2007 ergangenem Urteil auf die Klage einer Anhängerin des 1. FC Dynamo Dresden festgestellt, dass ihre körperliche – mit Entkleiden verbundene – Durchsuchung durch Polizeibeamtinnen anlässlich der Fußballzweitliga-Begegnung zwischen dem 1. FC Saarbrücken und dem 1. FC Dynamo Dresden am 11.3.2005 vor dem Saarbrücker Ludwigsparkstadion rechtswidrig war.
Allerdings sind solch scharfe Kontrollen gegen “unverdächtige Dynamo-Fans” nicht generell falsch, so das Gericht. So kann die “Durchsuchung solcher potentiellen Transporteure im Einzelfall zulässig sein”.
Vetter vom Lawblog hat das komplette, 45 Seiten starke Urteil (PDF) ins Netz gestellt. Es gibt auch eine Pressemitteilung des Gerichts.
17.12. 2007
Wer so arrogant auftritt, verdient nichts anderes. Hannover 96 war am Freitag idealer Sparring-Partner für eine Weihnachtsüberraschung und wurde von einer Mannschaft aus dem Stadion geschossen, die sich in einen regelrechten Rausch spielte. Selbst nachdem der FC Energie mit 5:1 in Führung lag, versuchten Timo Rost und Ervin Skela noch selbst Tore nachzulegen. Ein toller Abschied dieser nicht ganz so erfolgreichen Hinrunde.

Die letzten Spiele haben uns eine hervorragende Ausgangsposition für die Rückrunde gegeben. Wir steigen niemals ab!
12.12. 2007
Die Community Sportme ruft zur Aktion “Sportler gegen Rassismus” auf. Sie will 100.000 Stimmen für eine Petition beim Bundestag zusammenkommen, um damit das Parlament aufzufordern, entschlossener gegen Fremdenfeindlichkeit im Sport vorzugehen.
“Das wiederholte Auftreten von rassistischen Sprüchen, Gesängen und Transparenten in deutschen Sportstätten wollen wir nicht unbeantwortet lassen”, sagte Sascha Klein, Sprecher des Vereins Sportme e.V. “Es gehört zum ureigensten Wesen des Sports, dass er alle Teilnehmer entlang seiner Regeln gleich behandelt, egal welcher Herkunft, Hautfarbe oder welchen Geschlechts sie sind.”
Alexandre Ntouba, dunkelhäutiger Schiedsrichter aus dem Rheinland, der bereits mehrfach Opfer massiver rassistischer Anfeindungen auf dem Sportplatz war, ist einer der Botschafter von “Sportler gegen Rassismus”. Der Arzt pfeift seit 1996 Fußballspiele in unteren Ligen, wo TV-Kameras, Polizeikräfte und Absperrungen zwischen Feld und Tribüne unbekannt sind. “In einem Amateurfußball-Forum hat jemand über Herrn Ntouba geschrieben: ‘Lass den Bananenpflücker mal kommen.’ Das ist unerträglich und genau dagegen wollen wir kämpfen”, betont Sascha Klein.
Leider wird nicht konkret gesagt, was der Bundestag eigentlich tun soll. Aber immerhin ein ehrenwerter Ansatz, man wird sehen, was daraus wird. Persönliches Engagement und Zivilcourage vor Ort kann solche ein Aktion allerdings nicht ersetzen.
11.12. 2007
Der wohl bekannteste und beliebteste Sportreporter der DDR, Heinz Florian Oertel, feiert heute seinen 80. Geburtstag. Reportagen, wie er sie über Rundfunk und Fernsehen brachte, sind heute so gut wie ausgestorben: Kenntnisreich und voller Leidenschaft für den Sport. Als kleine Kostprobe sei hier auf den Zieleinlauf Waldemar Cerpinskis 1980 in Moskau (MP3) verwiesen.
Oertel berichtete von 17 Olympischen Spielen, 8 Fußball-Weltmeisterschaften, 25 25 Welt-und Europameisterschaften im Eiskunstlauf, 17 Friedensfahrten und zahlreichen anderen Sportereignissen. Selbstverständlich saß er auch beim wohl größten Erfolg des DDR-Fußballs hinter dem Mikrofon: Fußball Weltmeisterschaft 1974, Begegnung BRD : DDR: Das Sparwasser-Tor (MP3).
“Ob, wie ich auch hörte, der Name ZFG Energie Cottbus auch ein Volltreffer ist, wage ich zu bezweifeln. Ich hoffe, das stimmt nicht. Mir gefällt er nicht”, urteilte der gebürtige Cottbuser 1966 über die Namensfindung des heutigen FCE. Glücklicherweise war seine Meinung dabei einmal ausnahmsweise Nebensache.
Herzlichen Glückwunsch!
Erst die Fankurve kaputtmachen und jetzt blöde Ideen haben. Die Bayern sind immer für komische Überraschungen gut:
Beim Advents-Besuch eines Fanclubs schlug Manager Uli Hoeneß vor, Anhänger einen Tag in die Arena einzuladen, damit diese dort Gesänge und Choreographien einstudieren können. “Wir sind bereit, dafür das Stadion zu überlassen”, sagte Hoeneß in Surberg. Auch Verpflegung für die Übungsstunden stellte der Manager in Aussicht
Konsequenterweise müsste man den Capo dann auch durch einen Dirigenten ersetzen. Der passt auch besser zum Operettenpublikum.
Quelle: Sportal.de