Beruhigendes

28.10. 2007

Trotz weiter fehlendem Sieg und letztem Tabellenplatz gibt es doch Beruhigendes: Dennis Sörensen trifft tatsächlich mal das Tor, und dann auch noch psychologisch sinnvoll gegen einen Mitabstiegskonkurrenten in der 92. Minute. Die Mannschaft verlegt sich darauf, ihr Spiel in der zweiten Halbzeit zu machen, was für ein Team, das traditionell nur eine gute Halbzeit bringt, taktisch sinnvoll ist. Der Abstand zu einem Nichtabstiegsplatz beträgt nur vier Punkte, weil die Konkurrenz sich auch nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert. Es gibt also noch lange keinen Grund zur Panik.

Produktive Arbeit

14.10. 2007

Der Fanclub Berliner JungZ hat die Länderspielpause an diesem Wochenende für ein gemütliches Treffen genutzt. Ergebnis: Fünf neue Doppelhalter für den Block I und eine Menge Spaß.

Einer der neu entstandenen Doppelhalter (leider nur Handyfoto):

doppelhalter.jpg

Erst reden, dann denken

13.10. 2007

Ein Nationalspieler wagt es, ein Länderspiel in Israel abzusagen. Diverse Organe und Institutionen in Deutschland stellen daraufhin Ashkan Dejagah übertrieben schnell an den Pranger. Der einzige Ausweg für den Fußballer: vorläufiges Wegbleiben vom Wolfsburger Trainingsalltag – eine traurige Entwicklung.

Frank Hellmann im ‘Stern’ über eine “Vertrackte Gemengelage”. Inzwischen scheinen einige allerdings ihr Hirn doch noch eingeschaltet zu haben.

Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat erstmals Verständnis für den Fußballprofi Ashkan Dejagah geäußert. “Wenn für seine Absage, an einem Spiel in Israel teilzunehmen, persönliche Gründe vorliegen, kann ich das nachvollziehen”, sagte Zentralrats-Generalsekretär Stephan J. Kramer dem ‘Tagesspiegel’ (Samstagsausgabe). “Schließlich müssten seine Verwandten im Iran wohl Repressionen fürchten.”

Neue Trainerriege komplett

8.10. 2007

Das neue Trainergespann ist nun endlich komplett. Nachdem der neue Chef Bojan Prašnikar bereits in der letzten Woche die Arbeit aufnahm, wurde heute Guido Hoffmann als Co-Trainer vorgestellt. Antonio Ananiev als Torwart-Trainer, Dirk Keller als Konditions- und Reha-Trainer sowie Franklin Bittencourt als zweiter Co-Trainer und Scout machen die Runde komplett. Herzlich Willkommen allen Neuen und viel Erfolg beim Unternehmen Klassenerhalt!

Spielentscheidung mit dem Brotmesser

Die Berliner Polizei berichtete heute von einem “Spielabbruch nach Handgemenge”:

Zu Handgreiflichkeiten ist es gestern gegen 15 Uhr beim Fußballspiel “Roland Borsigwalde” gegen “BSV Hürtürkel” – 1. Staffel, Kreisliga B – gekommen. In der 83. Spielminute entwickelte sich auf dem Sportplatz an der Berliner Straße in Reinickendorf eine aggressive Stimmung zwischen beiden Mannschaften. Die Fußballer gingen aufeinander los. Plötzlich hatte ein 24-jähriger Spieler der Gastgebermannschaft ein Brotmesser in der Hand und fuchtelte damit in Richtung der gegnerischeren Spieler herum. Verletzt wurde dabei niemand. Der Schiedsrichter brach das Punktspiel ab. Wo das Messer herkam, ist noch ungeklärt. Der Spieler behauptete später, es habe auf dem Boden gelegen.

Ein anderer 24-jähriger Spieler der Heimmannschaft wurde während der Auseinandersetzungen verletzt und anschließend im Krankenhaus ambulant behandelt. Mehrere Spieler der Gastmannschaft hatten ihn zu Boden gebracht und getreten. Einer habe ihn mit einer Plastikfahnenstange geschlagen. Die Polizei hat die Personalien der Fußballer aufgenommen. Der Ablauf und die Tatbeiträge der einzelnen Beteiligten sind noch nicht geklärt. Die Ermittlungen dauern an.

Entspanntes Derby

7.10. 2007

bscfce07.jpg

Das erste Derby dieser Saison ist Geschichte, am Samstag war der FC Energie im Berliner Olympiastadion bei Hertha BSC zu Gast. Angesichts des Spielverlaufs (Endstand: 0:0) blieb die Stimmung gut, aber auch entspannt. Einziger wirklicher Aufreger war die Elfmeter-Entscheidung zugunsten der Hertha in der 90. Minute. Weder Publikum noch Spieler noch die Presse konnten einen Grund für die Entscheidung ausmachen. Im Zuge ausgleichender Gerechtigkeit setzte Marko “Die Diva” Pantelic den Ball an die Latte.

Den Fans eine Stimme

4.10. 2007

Am letzten Sonntag, den 30.09.2007, wurde in Cottbus der “Dachverband der Energie-Fans” gegründet. Vertreter von 13 Fanclubs und Organisationen waren auf der Gründungsveranstaltung zugegen. Die Fanszene beim FC Energie soll dadurch gegenüber dem Verein zukünftig einheitlicher Auftreten können. Das ist unter anderem bei Fragen wie dem Stadion-Umbau sehr wichtig.

Ein wichtiger Erfolg: Alle teilnehmenden Fanclubs bzw. Organisationen unterschrieben eine Selbstverpflichtungserklärung, durch welche sie sich gegen Gewalt, Rassismus, Sexismus und Diskriminierung aussprechen. Das ist insbesondere bemerkenswert, insofern sich auch Gruppen wie Inferno Cottbus in der Liste finden, die hier durchaus nicht den besten Ruf haben. Sicher ist letztlich die Praxis entscheidend, aber man kann die Jungs (und Mädels) nun immerhin auf ihr Wort festnageln.

Eine hübsche Spielwiese

3.10. 2007

Der Blick auf die Tabellen ist in diesen Tagen mal wieder ein kleines Politikum. Mögen die Fußball-Landschaften auch anderswo noch viel weniger blühen, der Osten steht immer besonders im Fokus. Energie Cottbus und Hansa Rostock rangieren in Liga eins unten, eine Etage tiefer hockt Carl Zeiss Jena im Keller. In der Regionalliga bibbern Union Berlin und Dynamo Dresden sogar um die Qualifikation für die dritte Profiliga, während noch tiefer ein Traditionsklub wie der FC Sachsen Leipzig trotz blitzender WM-Arena vor der Haustür sogar vor dem Aus steht. Abschwung Ost.

Die ‘Frankfurter Allgemeine mit einem gelungenen Blick auf den Profifußball in Ostdeutschland.

Ich war verbittert

2.10. 2007

Als ich noch bei Hertha war, saß ich im Mannschaftsbus und blickte aus dem Fenster. Ich sah drei junge Männer. Vielleicht 19, 20 Jahre alt, so wie ich damals, sie hatten Schultaschen über den Schultern, es waren Studenten. Was hätte ich damals dafür gegeben, mit ihnen zu tauschen.

Sebastian Deisler spricht im Tagesspiegel über seine Laufbahn als “Retter des deutschen Fußballs”.