Nebel taucht die Autobahn in ein trübes Licht – was prima zum heutigen Spiel passt. Wieder mal Punkte gegen einen harmlosen Gegner liegengelassen. In Sachen Torabschluss ist wieder die Form der letzten Saison erreicht. Nun sind also drei Tage Zeit, sich für eine mühseelige Auswärtsfahrt nach Ahlen zu motivieren. Aber das ist man beim FC Energie ja gewohnt…nun denn.
Der FC Energie sorgt mal wieder für eine sehr eigenwillige Gefühlslage. Enttäuscht sollte man sein nach diesem Montagsspiel. Dann setzt aber einerseits der Verstand ein und sagt, dass die Mannschaft noch nicht eingespielt ist. Dann kommt die Hoffnung, dass auch die Abwehr ihre Probleme mit der Zeit schon noch abstellt. Dann kommt aber vor allem die Erinnerung an Jiayi Shao und seine Tore. Wann sieht man schonmal eine direkt verwandelte Ecke?
Mitternachts-Shoppen am Sonnabend auch im Energie-Fanshop in der Berliner Straße … Neben den üblichen Öffnungszeiten von 9.30 Uhr bis 14 Uhr können die Energie-Fans am Sonnabend zusätzlich zwischen 17.30 Uhr und 20 Uhr im Energie-Fanshop stöbern und kaufen.
Da hat jemand im Marketing des Vereins aber durchaus interessante Vorstellungen über den Zeitpunkt von “Mitternacht“.
Ostern, bestes Frühlingswetter, endlich mal wieder ein Sieg des FC Energie, live dabei gewesen, Tomislav Piplica auf dem Mittelaltermarkt getroffen, in der Kicktipp-Runde meiner Premiere-Kneipe die Top5 ins Visier genommen – einfach herrliche Tage.
Leider hat es der Treffer von Branco Jelic gegen den KSC nicht zum Tor der Woche geschafft. Trotzdem war es bisher das wohl schönste Tor, dass ich im Stadion miterlebt hab. Darum hier nochmal zur Erinnerung.
Es ist erbärmlich. Nicht etwa die Spielweise, der Tabellenplatz oder so etwas. Sondern das Auftreten einer angeblicher Fans. Wüstes Gezeter, weil nun auch noch gegen eine Mannschaft verloren wurde, die nur im UEFA-Cup spielt, weil sie die Qualifikation für die Champions League nicht geschafft hat. Dabei spielen wir immerhin gegen Schalke. Nürnberg, Rostock oder Dresden würden sicher gern tauschen.
Endlich mal wirklich erfreuliches. Dritte Runde im DFB-Pokal durch Elfmeterschießen in der regulären Spielzeit. Bleibt zu hoffen, dass es die entsprechende Wirkung auf die Mannschaft hat – insbesondere mit Blick auf das kommende Spiel bei der Hertha.
Apropos Hertha: Mal wieder in der zweiten Pokalrunde rausgeflogen. So wird das nichts mit dem Finalheimspiel. Aber auch sonst recht schöne Ergebnisse: Der VfB ist weiter, ebenso Jena und Hoffenheim fliegt raus. Auf die Auslosung Anfang Oktober kann man gespannt sein.
Die Fans von Aufsteiger TSG 1899 Hoffenheim scheuen den Weg zur Premieren-Partie in der Fußball-Bundesliga. Ganze 49 Tickets für den Saisonstart in Cottbus waren bis zum 14. August bei der TSG verkauft worden
Das vermeldete heute die dpa. Hauptsache genug Dauerkarten an schweigsame Zuschauer verkaufen. Soviel also zur Frage, ob solch ein Club attraktiv für die Bundesliga ist.
Das letzte Heimspiel war seltsam. Sorgte das vorhergehende Heimspiel gegen Hansa Rostock noch für graue Haare, war diesmal alles anders. Es ging im letzten Auftritt des FC Energie in dieser Saison in heimischer Spielstätte um die Sicherung des Klassenerhalts.
Nur zwei Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, aber Unruhe wollte sich nicht einstellen. Nicht vor und nicht während des Spiels. Nur eine anfängliche Vorfreude, die sich bei fortschreitendem Spielverlauf in tiefe Zufriedenheit wandelte. Die deutlich höheren Spielanteile der Gäste aus Hamburg trafen bei mir nur noch auf Gelassenheit. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl, dass unser Team nicht gewinnt. Das mag man als Bayern-Fan kennen, für mich war es völlig neu.
Ich wurde zum Glück nicht enttäuscht. Es gab die gute alte, äußerst effektive Spielweise der Rotweißen zu sehen: Hinten eingraben und vorne mit einigen wenigen Möglichkeiten den Sieg klar machen.
Aus zwei Tagen Distanz und einer wieder etwas beruhigten Euphorie der Stunden nach dem Spiel kann man nur noch den Hut ziehen. Das Stadion der Freundschaft ist wieder zur Festung der Lausitz geworden. Fünf Heimspiele in Folge gewonnen und diese Serie leitete die Niederlage des FC Bayern ein. Hinzu kamen Hertha BSC, Arminia Bielefeld, Hansa Rostock und nun der Hamburger Sportverein.
Die Reise zum letzten Spieltag nach Hannover kann damit einzig und allein als Klassenerhaltsfeier genutzt werden. Vielleicht wird sie ja aber doch noch mit einer Gala-Vorstellung unserer Jungs auf dem Platz versüßt.
Da war sie wieder…die gute alte Energie-Atmosphäre: Spiel mit einem Mann weniger gedreht! Da stand vor allem in der zweiten Halbzeit ein Team auf dem Platz, dass sich nicht hat erschüttern lassen und bis zur letzten Sekunde alles abrief, was nur ging. Auf dieses Spiel kann man nur stolz sein.
Man muss allerdings auch eingestehen, dass gegen einen waschechten Abstiegskandidaten gespielt wurde. Solche Defizite in einem so wichtigen Spiel zu zeigen berechtigt nicht zum Klassenerhalt.